SCHLATENKEES / VENEDIGERGRUPPE



In diesem Jahr war es meine dritte Tour an den Schlatenkees. Am Gletscher selbst hatte sich seit letztem Jahr so einiges getan. Eine riesige Öffnung kurz oberhalb des im letzten Jahr noch bestandenen Gletschertor hatte sich seit meinem Besuch im letzten Jahr aufgetan. Angesichts dieser Veränderung wurde mir, wie schon erwähnt, wirklich wieder bewusst, dass ich hier vor Landschaften und Eindrücken stehe, die man in diesem Jahr zu letzten mal sehen wird.

Selbst wenn Europa in Tausenden oder Millionen von Jahren wieder unter eine dicken Eisdecke verschwinden würde, so wird es diesen Gletscher in dieser Form nie wieder geben. Für mich ist das heute, wenn ich diese Bilder betrachte irgendwie wesentlich eindringlcher als damals, obwohl ich damals schon einen „Last change to see…“ Moment hatte. Es hatte mich sehr erstaunt in welchem Ausmass sich eine Landschaft innerhalb von zwölf Monaten verändern kann.

Heute kann ich mich gar nicht mehr erinnern, ob dem Thema Klimawandel überhaupt schon etwas Aufmerksamkeit zugekommen ist.



Manchen von Euch wird es verwundern, ja in diesem Portfolio finden sich Farbbilder von mir. Ich habe mich dazu entschlossen diese Aufnahmen nur zur Hälfte in Form eines quadratischen Schnitts in meine derzeitige fotografische Welt zu holen. Diesen Bilder die Farbe wegzunehmen hat sich irgendwie nicht richtig angefühlt und hätte auch nicht wirklich funktioniert.


Ein weiterer Trip nach Osttirol an den Schlatenkees, etwa einen Monat früher als beim Trip im letzten Jahr. In diesen Tagen konnte ich an einigen Stellen einen kurzen Blick auf die Eiswelt unter dem Gletscher werfen.




Zum ersten mal bin ich mit der Welt der Gletscher in einem Teil der Venediger Gruppe in Kontakt gekommen.



Damals, wie auch heute war und bin ich nicht der große Bergsteiger. Ohne eine Kamera zu verwenden, wäre ich so schnell nicht ins Hochgebirge gekommen. Diese Landschaft fasziniert mich seit meinem ersten Besuch immer wieder aufs Neue. Medial war der Klimawandel noch lange nicht so präsent wie heute im Jahr 2021. Doch auch wenn von der Menschheit damals noch ignoriert, hatte die Erwärmung längst schon dort ihre Spuren hinterlassen. Das ewige Eis war dort schon länger am Rückzug.

Bei den regelmässigen Fototrips in den Jahren danach wurde die Auswirkungen für mich aber immer sichtbarer. Viele Motive, die ich in diesen Jahren fotografierte vielen unter die Kategorie "Last chance to see…".




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