wiener zentralfriedhof / vienna central cemetery

Warum geht man eigentlich auf einen Friedhof um dort zu fotografieren? Eine Antwort wäre natürlich, da sich ja mittlerweile viele Tiere die Landschaft „Friedhof“ erobert haben, der Wunsch dort die Tiere zu fotografieren. Doch die Tiere waren und sind es nicht, die mich bisher zu mehreren eigenen fotografischen Exkursionen in den Wiener Zentralfriedhof geführt haben.

In unserer Gesellschaft wird einfach nicht über das „Sterben“ und den „Tod“ gesprochen. Die meisten Menschen verdrängen recht erfolgreich die Gedanken an das Ende des Lebens. Der Tod ist mit Sicherheit immer noch eines der ganz großen Tabu-Themen in der westlichen, zivilisierten Welt. Die fotografische Beschäftigung mit Friedhöfen kann da natürlich eine Möglichkeit sein, sich neben der Fotografie auch mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Man muss einfach im Kopf behalten, dass mit jedem Grabstein auf einem Friedhof irgendwann einmal das Leben eines Menschen verbunden war.

Friedhöfe sind daher eine besondere Gelegenheit, die Gedanken an den Tod zuzulassen und sich damit auch wirklich zu beschäftigen.

Aus fotografischer Sicht bieten Friedhöfe die unterschiedlichsten Gelegenheiten. Friedhofs-Architektur, parkähnliche Landschaft und zur richtigen Jahreszeit schafft das Wetter Stimmungen, die sich eigentlich nur an Orten wie Friedhöfen einfangen lassen.

Ist man alleine unterwegs, so ist es für mich eine wunderbare Verbindung von fotografischer Praxis, fast eigentlich wie ZEN-Meditation und die Möglichkeit einen intensiven Blick auf die Angelegenheit „Tod“ zu werfen und dabei gleichzeitig vollkommen im Augenblick zu sein.



Falls Ihnen meine photographische Arbeiten (Photographien, Workshops, Blog etc.) gefallen haben, so sind sie herzlich eingeladen meine Arbeit in Form von Dana >KLICK< zu unterstützen.




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