Es ist keine Kunst, es ist einfach nur Photographie…


Zurück in die Normandie

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In einigen Wochen ist es wieder soweit. Es geht wieder in die Normandie. Dieses mal allerdings alleine, ohne Begleitung von Helga. Sie bleibt daheim beim Haus, das ungefähr genau zum Zeitpunkt der geplanten Reise in die Normandie in die letzte Phase des Umbaus kommt, bevor wir dann wieder zurückziehen werden.

2019 hatte ich mit diesem Projekt begonnen, im ersten Pandemie-Jahr 2020 ging sich im Sommer ein zweiter Besuch aus, im letzten Jahr ist der Besuch aus gesundheitlichen Gründen in der Familie ausgefallen.

Somit freue ich mich sehr, dass sich heuer gute zehn Tage lang die Gelegenheit für mich findet, meine photographische Arbeit daran fortzusetzen. Geplant waren zu Anfang insgesamt fünf Besuche in der Normandie, bis dann das Projekt 2024 seinen Abschluss im Rahmen einer Ausstellung dort finden soll. Doch das erste was einen Plan zunichte macht ist die Realität, dieser Gedanke wird ja dem Leiter der Landung der alliierten Truppen 1944 in der Normandie, Dwight D. Eisenhower nachgesagt und somit wird es dann am Ende dieses Projekt ein Besuch weniger in der Normandie gewesen sein.

Seit meinem letzten Besuch, bzw. im Laufe des letzten Jahres habe ich es ja was die Bilder und meine Beiträge im Blog dazu anbelangt ruhig werden lassen. Nicht, dass ich keine Bilder vom letzten Besuch 2020 hätte.

Ganz und gar nicht! Ich habe mich nur dazu entschlossen nicht alle meine Arbeiten aus der Normandie die dieses Theman betreffen, vor Abschluss des Projekts im Internet zu verheizen.

Sich mit den Ereignissen der Landung der Alliierten Truppen 1944 in der Normandie photographisch zu beschäftigen ist schon eine etwas spezielle Idee. Gerade in den letzten Wochen seit dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine, einer Zeit in der, der Krieg wieder vor den Toren von Europa steht.

Immer wenn ich in Gesprächen meine bevorstehende Reise in die Normandie erwähne, versuche ich meist meist kurz, das „Warum“ zu erklären. Ein wenig Verwunderung und Erstaunen darüber, dass ich mich mit dieser Thematik photographisch beschäftige ist meist in den Gesichtern zu erkennen. Die weiteren Fragen, sofern sie dann überhaupt noch kommen sind meist eher oberflächlich und eher zurückhaltet.

Es liegt wahrscheinlich auch an meiner eher diffusen Erklärung, warum ich mir gerade diese Thematik ausgesucht habe.

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Für manche dürfte es sehr seltsam sein, dass ich mich photographisch mit diesen zeitgeschichtlichen Ereignissen des zweiten Weltkrieges gerade jetzt beschäftige und dabei auch eine gewisse Begeisterung an den Tag lege. Meine Begeisterung liegt allerdings nicht an den kriegerischen Handlungen an sich. Natürlich hätte ich damals am 6. Juni 1944 auf gar keinen Fall dabei gewesen sein wollen, genauso wenig wie man heute im russisch-ukrainischen Krieg mitkämpfen wollte.

Es ist eher eine diffuse Sache für mich, sehr unscharf und eigentlich tue ich mir immer noch etwas schwer, das „Warum“ wirklich genau zu erfassen und dann auch zu erklären. In Worte fassen kann ich für mich die Faszination über diese enorme, bis dato nicht mehr vorgekommene Grösse dieser militärischen Unternehmung immer noch nicht so ganz für mich. 


Diesen Beweggründen mehr auf den Grund zu gehen, ist auch einer meiner Hauptziele, neben der weiteren photographischen Bearbeitung dieses Themas bei meiner bevorstehenden Reise in die Normandie.
 An Ort und Stelle, während meiner Besuche an den unterschiedlichen Orten, während und nach dem photographieren meine Gedanken und Gefühle in Worten zu Papier zu bringen und dieses diffuse „Warum“ für mich klarer und greifbarer zu machen, ist eines meiner Bemühungen während der Zeit in der Normandie im kommenden Juni.

Es mag für den einen oder anderen seltsam klingen, ein photographisches Projekt in diesem Umfang bereits gestartet zu haben ohne die eigenen, persönlichen Beweggründe dafür für sich selbst klar und deutlich geklärt und auch in Wort gefasst zu haben.

Doch bis dato entsprechen die gemachten Aufnahmen dieser diffusen Erklärung des „Warum“ meiner Meinung ganz gut.

Trotzdem möchte ich beim kommenden Juni Besuch meine Beweggründe während meiner Zeit Vorort erforschen und hinterfragen und für mich dabei ans Licht bringen.


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