Es ist keine Kunst, es ist einfach nur Photographie...

Traun-Donau Auen Diaries #2

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Die Bilder für den zweiten Teil der Traun-Donau Auen Diaries stammen aus den Jahren 2011 - 2012. Als ich mir beim Zusammenstellen für diesen Teil die Bilder zusammensuchte ist mir aufgefallen, dass sich damals mein Faible für die SW-Fotografie schon langsamer aber sicher abzeichnete. Ungefähr ab Mitte 2011 bin ich in diesen Jahren wirklich sehr oft im Europaschutzgebiet Traun-Donau Auen unterwegs gewesen. Kein Wunder, denn ich hatte ja für 2012 eine Ausstellung zum Thema „Traun-Donau Auen“ in Linz, im Botanischen Garten geplant.


Jänner 2011 - Bild #1 Kurz vor dem Jahreswechsel 2010/2011 hatte ich diese Stelle am Großen Weikerlsee bereits besucht. Nun, eine knappe Woche später stand ich wieder am selben Platz. Der See war leicht zugefroren und es lag eine frische, dünne Schneeschicht auf der gefrorenen Oberfläche des Sees. An den Tierspuren konnte man erkennen, dass hier auch schon so mancher Bewohner der Traun-Donau Auen in den Stunden davor unterwegs gewesen war.

April 2011 - Bild #2
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An diesem Abend zog es mich wieder mal an den diesmal wolkenverhangenen Weikerlsee. Kurz nachdem ich meine Runde um den See begonnen hatte, fand ich eine Stelle am Seeufer, an der sich aufgrund einer Strömung das Wasser leicht drehte. Fast machte es für mich den Eindruck, als hätte der See hier einen Abfluss. Eine längere Belichtungszeit machte diese Strömungsverhältnisse am seichten Südufer des Sees für mich dann auch besser sichtbar. Zu diesem Zeitpunkt war ich mit einer Leihkamera von Nikon unterwegs und die Bilder, die ich mit dieser Kamera machte sind mir sehr gut im Gedächtnis geblieben. Denn bis zum damaligen Zeitpunkt hatte ich noch nie eine so derart mit Sensorflecken verschmutzte Kamera verwendet. Aufgrund der wirklich vielen Sensorflecken zog sich die Bildnachbearbeitung dann auch ganz schön hin.

August 2011 - Bild #3
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Fotografische Tierbegegnungen bleiben bei mir bis heute immer noch die Ausnahme. Da ich gerne in einem Gebiet das mich interessiert unterwegs bin und nicht stundenlang in einem Tarnzelt sitzen möchte, ergeben sich Begegnungen mit freilebenden Tieren daher immer sehr zufällig. So auch hier an diesem Morgen. Die Silhouetten der drei Stockenten, die mir hier durch das Bild schwammen ergaben sich einfach zur rechten Zeit.


August 2011 - Bild #4
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Wie bereits im ersten Traun-Donau Auen Diary beschrieben ist das Mitterwasser ja eigentlich ein Fluss, ein Überbleibsel einer der ehemaligen Seitenarme der Donau. Entlang dieses Gewässers gibt es immer etwas zu sehen und zu entdecken. Obwohl der Steg der freiwilligen Feuerwehr von Raffelstetten eigentlich nicht betreten werden dürfte, bietet er doch auch einen schönen Blick auf ein Teilstück des Mitterwassers.

August 2011 - Bild #5 und #6
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Manchmal ist es einfach nur Wasser. In diesem Fall sogar nur eine sehr kleine Stelle am Mitterwasser an der dieses Gewässer etwas turbulenter dahinfliesst. Es war schon spät. Die bei vielen FotografenInnen so beliebte „Blaue Stunde“ hatte bereits ihren Anfang genommen und das Blau des Himmels spiegelte sich an dieser Stelle im Wasser besonders wieder.


November 2011 - Bild #7
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Dieses Bild entstand eigentlich exakt an der gleichen Stelle wie die Aufnahmen #5 und #6 und ist für mich wieder ein gutes Beispiel, dass man auch an bereits besuchten Orten immer wieder neue Motive findet. Man muss sich nur darauf einlassen und bereit sein NEUES und noch nicht GESEHENES zu erkennen.

2012 hatte ich ja eine Ausstellung zum Thema Traun-Donau Auen im Botanischen Garten Linz geplant. Daher war ich bis zu meiner persönlichen Deadline, die das Fotografieren in der Au betraf überdurchschnittlich oft im Dschungel vor den Toren von Linz unterwegs. Es gab Tage und Wochen, da war ich gleich drei Tage am Stück jeden Tag in der Au auf Motivsuche.

Februar 2012 - Bild #8
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Auch dieses Bild ist wieder an der selben Stelle wie Bild #7 entstanden. Die doch frischen Temperaturen hatten einige Steine mit einem dünnen Eismantel überzogen. An dieser Stelle in der Au finde ich immer die Spiegelungen der Bäume am anderen Ufer ansprechend. Es hat hier für mich manchmal den Anschein, als ob die Bäume irgendwie in das Gewässer gesaugt werden würden.

Februar 2012- Bild #9 und #10
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Der damalige Februar war über gut zwei Wochen hinweg ausnahmsweise mal sehr kalt. Bei einem Besuch im Nationalpark Donauauen im Osten von Österreich waren damals einige kleinere Seitenarme in im Nationalpark mehr als eine Meter „glasklar“ durchgefroren. Als ich dann wieder in Oberösterreich in den Traun-Donau Auen unterwegs war, machte ich mich auf die Suche nach ähnlichen Situationen. Damals musste ich feststellen, dass es im Osten von Österreich wesentlich kälter gewesen war als hier in Oberösterreich der Fall war. Aber auch hier fanden sich an 20-30cm durchfrorenem Stellen am Wasser eingefrorene Luftblasen.

Februar 2012 - Bild #11
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An machen Tagen, gerade 2012 aufgrund der Vorbereitungen für die Ausstellung bin ich auch bei wirklich schlechten Wetterbedingungen losgezogen, um nach Motiven in der Au zu suchen. Umso überraschender war es dann für mich, als ich dann an diesem Tag auch noch etwas fand, das mich zum fotografieren inspiriert hatte. Ich war in einem Bereich unterwegs, der streng genommen nicht mehr zum Europaschutzgebiet Traun-Donau Auen gehörte und wie gesagt das Wetter war eher sehr bescheiden. Doch fand ich diese Stelle an diesem Nachmittag. Über der gesamten Au lag damals eine gewisse Ruhe und Stille und diese spiegelt sich immer beim Betrachten dieses Bildes für mich wieder.

So hier ist mal nach dem Bild #11 Schluss mit dem zweiten Teil der Traun-Donau Auen Diaries. Es gibt noch etwa knapp ein Dutzend Bilder von 2012 zum herzeigen. Doch, die sind dann beim im nächsten Teil der Traun-Donau Auen Diaries an der Reihe.

Euer Herbert...


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